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Swiss eHealth Barometer: Digitalisierungsstand

Jährlich erhebt das «Swiss eHealth Barometer» den aktuellen Digitalisierungsstand und die eHealth-Entwicklung im Schweizer Gesundheitswesen. Fazit: Es wird nicht nur aufs Gaspedal gedrückt.

Swiss eHealth Barometer by MKR Consulting AG, gfs.bern,

17. Februar 2022

Die Digitalisierung des Schweizer Gesundheits­wesens kennt zwei Katalysatoren. Der erste ist der steigende Digitalisierungsgrad interner Prozesse. Die interne Vernetzung der Institutionen steigt weiterhin an und zunehmend werden Patientendaten elektronisch aufgezeichnet. Damit wäre das Potenzial vorhanden, diese Daten auch mit externen Fachper­sonen auszutauschen. Der zweite Katalysator ist das EPD-Gesetz, welches das EPD obligatorisch macht. Gerade in Spitälern zeigt sich, dass diese generell weit fortgeschritten sind mit der Digitalisierung. Sobald mehr (Stamm-)Gemeinschaften zertifiziert sind, wird der Anteil angeschlossener Gesundheitsfachpersonengruppen und Gesundheits­einrichtungen steigen.

Kein Schub durch Pandemie

Gerade die Pandemie, die vielerorts als Digitalisierungs-Katalysator galt, kann laut Swiss eHealth Barometer 2021 im Gesundheitswesen nur mittelfristig zur digitalen Weiterentwicklung beitragen. Kurzfristig reduzierte Corona das Tempo der Digitalisierung im Gesundheitswesen gar. Denn in der Krise wurden wieder verstärkt die etablierten und standardisierten Austauschwege wie persönliche Gespräche, Fax und Telefone genutzt.

Ungleicher Digitalisierungsgrad

Fax: 78 %

Eine Mehrheit der Apothekerinnen und Apotheker verwendeten das Fax­gerät für den Informationsaustausch zur Behandlung von Patientinnen und Patienten.

Telefon: 76 %

Spitalärztinnen und -ärzte verwendeten dazu eher das Telefon.

Spitex: 9 %

Erst wenige Spitex-Organisationen erbrachten telemedizinische Leistungen. Es besteht noch Verbesserungspotenzial bei behördlichen Stan­d­ards für eHealth.

Arztpraxen: 26 %

Ein Viertel der Arzt­praxen erbrachte telemedizinische Leistungen.

Ausbildung: 75 %

Drei Viertel der Spital­ärzteschaft wünschen für sich und ihre Angestellten eine Ausbildung im Bereich eHealth.

70 % der Bevölkerung akzeptieren eine elektronische Speicherung der Gesundheitsdaten. Dieser Wert ist um 13 Prozentpunkte seit der letzten Befragung gestiegen.

Quelle

Swiss eHealth Barometer by MKR Consulting AG, gfs.bern

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