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Spitäler sind ein regionaler Wirtschaftsfaktor

Von der wirtschaftlichen Tätigkeit der Spitäler profitieren zahlreiche Unternehmen der Region und darüber hinaus. Zudem stellen die Spitäler die Leistungsfähigkeit der Erwerbstätigen sicher und reduzieren Absenzen.

Silvan Fischer, Projektleiter bei BAK Economics AG

17. Februar 2021

Der Beitrag des Gesundheitswesens zum Bruttoinlandprodukt hat über die letzten Jahrzehnte stark zugenommen. Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Gesundheitswesens beruht jedoch nicht nur auf dessen Wertschöpfungsbeitrag. In einer umfassenden Studie für die Nordwestschweizer Spitäler hat BAK Economics auch indirekte Effekte und katalytische Effekte der Spitäler untersucht.

Regionales Gewerbe profitiert

Neben einem direkten Wertschöpfungsbeitrag von 1790 Mio. Franken beziehen die Nordwestschweizer Spitäler Vorleistungen im Umfang von 724 Mio. Franken (2017). Diese Vorleistungen kommen in Form von Aufträgen einer Vielzahl von Unternehmen zugute. Gemäss Berechnungen von BAK bleibt die grosse Mehrheit dieser indirekten Effekte der Spitäler in der Schweiz (94 %), rund ein Drittel gar in der Region Nordwestschweiz (34 %). So profitiert das regionale Gewerbe in den Bereichen Unterhalt und Reparaturen, Informatik, Lebensmittel­aufwand und Haushaltsaufwand besonders stark. Die Vorleistungen der Spitäler sind jedoch nicht nur in der Nordwestschweiz von Bedeutung, das gesamte Schweizer Spitalwesen bezieht jährlich Vorleistungen im Umfang von 8,6 Mrd. Franken, für das gesamte Gesundheitswesen belaufen sich die Vorleistungen gar auf 16,8 Mrd. Franken (2017).

Weitere wirtschaftliche Einflüsse

Zusätzlich zu den volkswirtschaftlichen Effekten, die mit der Produktion von Spitalleistungen anfallen, hat auch die Bereitstellung der Spitalleistungen wirt­schaftlich relevante Einflüsse. Diese kata­lytischen Effekte sind nur schwer quantifizierbar. So verfügen gesunde Mitarbeitende über eine erhöhte Leis­tungsfähigkeit und leisten bei Unfall oder Krankheit durch kürzere Absenzen höhere Arbeits­volumen. Zudem wird in der Corona-Pandemie klar sichtbar, dass das Gesundheitswesen eine kritische Infrastruktur für das Funk­tionieren einer Volks­wirtschaft ist und ausschlag­gebend für das Ausmass der wirt­schaftlichen Aktivitäten sein kann.

Quelle:

Silvan Fischer

ist Projektleiter bei BAK Economics AG.

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