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Attraktive Zusatzversicherungen dank Spitalregionen

Spitalregionen sind die Zukunft im Zusatzversicherungsbereich. Denn gemeinsam können Spitäler attraktivere Mehrleistungen anbieten. Insbesondere im medizinischen Bereich.

Urs Baumberger, Direktor des Spitals Nidwalden

21. Juni 2021

Den Spitalzusatzversicherungen fehlt ein wesentlicher Mehrwert und die FINMA macht Druck. Ohne substanzielle Anpassungen können die Kundenbedürfnisse zukünftig nicht befriedigt werden und dieser wichtige Teil der Leistungserbringererträge bricht weg. Dies führt zu schmerzlichen Ertragseinbussen auch bei den Versicherungen. Durch die fehlenden Erträge müssen auch die Grundversicherten respektive die Allgemeinheit die Zeche bezahlen. Von genügend Zusatzversicherten profitieren alle Anspruchsgruppen.

Die Zukunft der Zusatzversicherung

Kundenorientierung ist Ausgangspunkt

Neue Produkte müssen konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden ausgelegt sein, die in folgende Zielgruppen eingeteilt werden können:

Die nötigen Bausteine

Eine moderne Spitalzusatzversicherung muss die Entwicklungen im Gesundheitswesen aufgreifen. Dazu gehören z. B. Ambulantisierung, Mindestfallzahlen, Spezialisierung, integrierte Versorgung, Digitalisierung, Kostendruck, Fachkräftemangel. Gewisse medizinische Zusatzleistungen können nur in einem grösseren Spitalverbund angeboten werden. Dazu braucht es schweizweit sechs bis sieben Spitalregionen. Innerhalb dieser Regionen müssen alle Leistungsanbieter – ebenso wie Zuweiser und Patienten – durch eine gemeinsame Informatik digital vernetzt sein.

Die unten aufgeführten Spitalregionen-Mehrwerte können mit den Zusatzversicherungen (Excellence P, HP, flexibel) spezifisch und modular angeboten werden.

Notwendige Rahmenbedingungen

Eine Taskforce aus Leistungserbringern, Versicherungen etc. soll ein Pilot-Versicherungsprodukt erstellen. In der Schweiz eignet sich die Spitalre­gion Zentralschweiz mit der LUKS-Gruppe und ihren Partnerspitälern, da sie betreffend integrierter Versorgung, Digitalisierung und Excellence-Produkten weit fortgeschritten ist. Die Involvierung der FINMA ist zentral. Weiter sind innovative Finanzierungsmodelle, mögliche spätere Beitritte und Wechsel, verständliche und skalierbare Produkte und transparente Abrechnungen wichtig. 

Spitalregionen-Mehrwerte

Die Ausprägung der Leistungen ist abhängig von der Versicherungsklasse: Excellence P, Excel­lence HP und Excellence flexibel.

Leistungen stationär und z. T. ambulant

Ambulante Mehrleistungen im Spital

Digitalisierungsleistungen

Integrierte Versorgung

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Urs Baumberger

ist stellvertretender CEO des Luzerner Kantonsspitals Luzern und seit 2009 Direktor des Spitals Nidwalden. Zuvor war er 13 Jahre in einer Schweizer Privatspitalgruppe tätig.

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