Wer bezahlt unsere Gesundheit?
Eine sorgfältig abgestimmte Kombination aus privater und öffentlicher Finanzierung trägt unser Gesundheitssystem.
Finanzierungsquellen
2024 betrug die Finanzierung des Schweizer Gesundheitswesens total 98,3 Mrd. Franken. 1,2 Dieser Betrag teilte sich auf in:
- Haushalte: Die Bevölkerung finanziert den grössten Teil: rund 60,1 Mrd. Franken (38,5 Mrd OKP-Prämien minus 5,9 Mrd. IPV, 5,6 Mrd. «Out of Pocket» Kostenbeteiligung OKP, 15,3 Mrd. «Out of Pocket» andere Finanzierung, 6,4 Mrd. VVG und 0,75 Mrd. andere Finanzierung).
- Staat: Bund, Kantone und Gemeinden beteiligen sich an Leistungen (z. B. IPV oder Spitalfinanzierung) sowie über Sozialversicherungen: rund 30,8 Mrd. Franken.
- Weitere: Unternehmen steuern rund 5,2 Mrd. Franken bei (für AHV/IV/UV/MV rund 3,8 Mrd., für private Finanzierung 1,14 Mrd.), unbekannte Quellen rund 1,5 Mrd.

Balance ist alles
Nur mit Eigenverantwortung und Solidarität lässt sich unser Gesundheitswesen finanzieren. Ohne dieses Gleichgewicht fehlt die Stabilität.
Solidarische Elemente
Reiche zahlen mehr Steuern und beteiligen sich damit direkt am Gesundheitswesen.
- Stationäre Leistungen: Noch bis zur Einführung von EFAS im Jahr 2028 werden Spitalbehandlungen zu mind. 55 % durch die Kantone getragen.
- Kopfprämien: In der Grundversicherung bezahlen Versicherte bei gleichem Modell und Wohnort die identische Prämie – unabhängig davon, wie viel sie verdienen.
- Leistungskatalog: Alle Versicherten haben in der OKP Anspruch auf dieselben medizinischen Leistungen, egal wie viel sie verdienen oder welche Prämie sie bei welchem Krankenversicherer zahlen.
- Risikoausgleich: Krankenversicherer mit vielen hochrisikobehafteten Versicherten werden finanziell entlastet. Versicherer mit vorwiegend gesunden Versicherten zahlen hingegen in den Risikoausgleich ein.
Quellen:
1 BFS – Kosten und Finanzierung des Gesundheitswesens (COU).
2 Statistik der obligatorischen Krankenversicherung 2024 des BAG.